Vorwort:
Ich weiß, meine Berichte kommen dieses Jahr immer extrem spät. Ich möchte, das gar nicht mal entschuldigen. Das sollte viel eher erledigt sein. Jedoch gibt es dafür rennsportliche Gründe die hauptsächlich in der Werkstatt um drumherum zu finden sind. Aufmerksame Leser haben die Prjektaufgabe der TRIUMPH NG SSP auf Basis der Street Triple 765RS verfolgt und wissen auch das im selben Moment eine Triumph Daytona 675R den weg zu mir gefunden hatte. Die Street musste wieder in Einzelteile zerlegt und die Daytona möglichst schnell Rennfertig gemacht werden. Ein kleiner Mammutakt. Ohne die Rückendeckung meiner Frau Melanie und dem gebotenen Raum dies auch zu erledigen. Wäre ich lange nicht da wo wir aktuell sind. Ein weiterer besonderer Dank gilt meinem Vater, der so gut wie jede Minute in der Werkstatt geholfen hat und dies immernoch tut. Vielen Dank euch beiden!
Brünn – IBPM Lauf Nummer 3:
Auf Grund der weiten Anreise nach Brünn/Tschechien blieben Melanie, Eddie und der Wohnwagen zuhause. Ich hätte gerne immer alle dabei. Die Rennstrecke an sich ist ein wunderbarer Ort, den Groß und Klein genießen können. Ich bin so aufgewachsen und genieße dies nun mit meiner eigenen Familie. Leider eben dieses mal zu zweit. Mein Vater und ich.
Das Einsatzmotorrad: Die 1998er GSX-R 750 SRAD, genannt Siggi. Sie brachte ja schon in Schleiz wichtige Punkte und Podestplätze für die Meisterschaft.
Das Wetter war 3 Tage lang trocken und warm. Kein Anzeichen von Regen. Der blieb komplett aus. Bis auf ein bis zwei technischen Probleme, die gelöst werden mussten, machte Siggi einen Bombenjob. Einfach eine Macht die alte Lady. Somit lag es an mir die Rundenzeiten purzeln zu lassen.
An der Stelle muss ich gestehen, dass ich gleich zu Beginn des Wochenendes versuchte mein Tempo hochzuschrauben und hart und spät zu bremsen. Jedoch wollte ich es wohl zu verbissen und mein Fahrstil passte einfach nicht zu einer Supersport Maschine. Ich war jetzt nicht per se langsam, aber einfach nicht auf dem Niveau auf dem ich mich sehe. In Rennen 1 wurde ich souveräner Zweiter. Vor mir nur der heißeste Kandidat für den diesjährigen Titel Alan Kreimes. Ich konnte zwar zu ihm aufschließen und kurzweilig auch die Führung übernehmen. Das lag aber an Alans Suzuki, die ihn mit technischen Gebrechen einbremste und weniger an meinen Fahrkünsten.
In Lauf Zwei am Sonntag nahm ich mir vor einfach etwas gelassener zu fahren und mehr in die Ecken reinlaufen zu lassen. Der Start war nicht gut. Nach wenigen Kurven war ich abermals auf Platz 2 zu finden. Zu meiner Zufriedenheit konnte ich mein Vorhaben umsetzen und so fuhr ich bis zum Rennende ständig schnellere Rundenzeiten. So fehlte mir am Ende zur besten Rennrunde von Alan nur noch 0,7 Sekunden. Meine Bestzeit des Wochenendes war schlußendlich eine 2:12,4. Immernoch zu langsam für meine Geschmack. Nun muss man aber auch das große Ganze betrachten. Viel zum Fahren bin ich dieses Jahr noch nicht gekommen. Die Reifenwahl für Brünn war auch nicht wirklich die beste und den Fahrstil von der 1000er wieder umzustellen braucht einfach Zeit.
Die Punkteausbeute war im Endeffekt top und bringt mich in der Tabelle weiter nach vorn. Das erste Event in Rijeka verpasste ich ja komplett.
Spätestens Anfang kommender Woche bekommt ihr den Bericht zu IBPM 4 in Oschersleben. So viel sei verraten, dass dort die Siggi pausieren durfte 😛


