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IRRC Schleiz

Glücklicherweise waren wir mit der Daytona 675R vor wenigen Wochen startklar. Rechtzeitig für eine Wildcard bei der IRRC am Schleizer Dreieck. Das war schon zu Jahresbeginn der Plan. Wenn die Daisy nicht fertig geworden wäre hätten wir das auf 2026 verschoben.

Knapp 30 Starter waren es in meiner Klasse, der IRRC Supersport. Ein komplett internationales Feld mit einigen Hochkarätern. So waren ebenfalls als Gaststarter vor Ort: Marvin Siebdrath und Damien Raemy. Beide aus dem IDM Fahrerlager. Und dann die permanenten Starter, wie Marek Cerveny, Garry Johnson, Sebastian Frotscher und Rico Vetter.

Den Trainingsfreitag nutzten wir, wie im Moment üblich, für viele kleine Fahrwerkstests. Riesige Fortschritte konnten wir nicht zwingend erzielen, aber ein paar grundsätzliche Dinge haben wir verstanden in Sachen Handling. Der Einstieg ins Rennwochenende fand schließlich mit dem Hockenheim-Setup des vergangenen Freitags statt.

Am Samstag standen 2 Qualifyings an und für den Sonntag die 2 Rennläufe. Die Temperaturen für August deutlich zu herbstlich. So hatte es Samstagvormittag gerade einmal 13 bis 14 Grad Celcius. Weit kühler als am Tag zuvor. Als Folge dessen hatte ich in jeder Kurve leichtes Chattern am Vorderrad. Davon war am Freitag gar nichts zu spüren. Mit 1:32,4 konnte ich mich für den 8. Startplatz empfehlen. Ohne das miese Gefühl in der Front wäre wohl mehr drinn gewesen und wegschmeißen wollte ich mein Bike auf keinen Fall. In dem Feld ist ein Achter Platz zudem gar nicht mal schlecht. Das zweite Qualifying fiel dem Regen zum Opfer. Änderungen, die wir in dem Durchgang testen wollten, um weiter nach vorn zu kommen, mussten mit ins Rennen 1 am Sonntag genommen werden.

Der erste Start war bescheiden. So verlor ich im Sprint zur ersten Ecke bestimmt 3 Positionen. In den ersten 3 Kurven wurden diese wieder egalisiert. Eine gute Ausgangsposition für das Rennen. Nicht so gut war wiederum die maximal lange Ölspur auf der Strecke. Sie begann an der Kohlbach-Schikane und führte über die Seng bis auf Start-Ziel. In der Outlap zur Startaufstellung habe ich mich ernsthaft gefragt, wie man das möglichst sturzfrei und schnell umfahren sollte. Richtig wild. An den betreffenden Streckenabschnitten nahmen alle Fahrer etwas raus und versuchten entweder links oder rechts neben dem Ölbindemittel zu bleiben. Jede Runde brachte mehr Sicherheit im Umgang mit der passenden Linienwahl. Gar nicht in die Karten spielte mir meine gewählte Übersetzung. Die war knapp bemessen und darauf ausgelegt in den Rennen mehr Kurvengeschwindigkeit aufzubauen. Die neue Situation ergab gegensätzliches und mir fehlte speziell auf die Startgerade, aber auch an anderen Stellen der Punch aus den Ecken. Zwei, drei kleine Fahrfehler zusätzlich, ergaben einen 10 Rang im Ziel. Solide, aber nicht das, was ich mir aausrechnete.

Rennen 2 begann mit einem deutlich besseren Start. Leider wechselte ich nicht auf eine kürzere Übersetzung. Ich nahm an, dass die Pace diesmal höher liegen würde. Eine Fehlinterpretation meinerseits. Man lernt ja nie aus. Platz 11 wurde es nachdem mir die Luft ausging. Der Erkältung des vergangenen Wochenendes musste ich Tribut zollen. Schwindende Kräfte machten meine Lenkimpulse an den schnellen Richtungswechseln unpräzise. Der Rest war ab da vorgezeichnet.

Was bleibt vom Gaststart am Schleizer Dreieck bei der IRRC?

Jede Menge! Ich liebe die Strecke und das ganze Drumherum. Die Fans und jeder Einzelne, der dieses Event Jahr für Jahr zu einem Erlebnis macht, sind einsame Spitze.

Zu meiner Leistung: Ich will mehr. Das ist der Grundantrieb jedes Rennfahrers. Angesicht dessen, dass Schleiz das zweite Event mit der Daytona 675 war und ich körperlich nicht ganz auf der Höhe, war das Erreichte doch mehr als akzeptabel.

Schauen wir mal, was 2026 an gleicher Stelle geht 😀