Die letzte Runde der IBPM fand im tschechischen Most statt. Ja, genau auf der Strecke fährt auch die IDM und die World Superbike. Und Ja, mein Bericht kommt wieder einmal extrem spät. Asche auf mein Haupt – Aber Arbeit und der anschließende Urlaub mit meiner Familie ging einfach vor…
Zurück zur Rennsaison: Also – Angereist bin ich mit intakten Meisterschaftschancen in der Klasse der Supersport Next Generation. Dazu hätte „nur“ 2 mal gewinnen müssen und es wäre egal gewesen, was Alan Kreimes an Platzierungen einfährt. Mein Hauptziel war es jedoch nicht Meister zu werden, sondern die Daytona technisch voranzubringen. Im Mittelpunkt stand dabei das Fahrwerks-Setup/die Geometrie. Dazu bekam ich tatkräftige und hochprofessionelle Unterstützung durch Matthias Höppner von MH Racing Service. Er lieferte eine komplette neu errechnete Grundgeometrie die wir Donnerstags abends an der Rennstrecke umsetzten. Im Prinzip haben wir alles einmal auf links gedreht. Vorne tiefer hinten tiefer, komplett andere Federraten und andere Dämpfungseinstellungen. Wie geschrieben: Ich/Wir wollen in erster Linie vorankommen und richtig gute Rundenzeiten liefern. Und das auf jeder Rennstrecke. Dafür muss das Grundgerüst stehen. Deshalb lassen wir nichts unversucht.
Was soll ich sagen: Die ersten Runden waren komplett unterschiedlich zu dem was ich kannte . Als hätte ich ein anderes Motorrad. Das musste ich erst mal einordnen. Als erstes fiel mir auf wie bremsstabil die Daisy war und die geringe Wheelieneigung. Wirklich top. Auch der der Grip war hervorragend. Schrittweise tastete ich mich an das Level der neu abgestimmten Daytona. Selbstverständlich hielt ich immer wieder Rücksprache mit Matthias. Anschließend folgten weitere kleine Änderungen. Das ging stets in die richtige Richtung. In Summe also ein riesen Schritt mit der Triumph gemacht. Der größte Dank gilt dabei Matthias Höppner. Richtig geiler Job!
Zum Renngeschehen: Ich stand tatsächlich auf der Pole Position, erwartete in den Rennen jedoch einen stärkeren Alan als im Training. Ich kürze es ab: Ich konnte in beiden Rennen Alan nicht schlagen. Im zweiten Rennen war ich näher dran, aber es reichte einfach nicht. Damit ist er der verdiente Meister. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle nochmals.
Ich nahm den Vizetitel und viel Motivation für´s kommende Jahr mit. Die 1:41er Zeiten waren ein guter Start ins Projekt TRIUMPH DAYTONA 675R.
Mein Ziel für 2026? Ganz klar: Amtliche Rundenzeiten mit der Daytona auf jeder Strecke fahren. Der Rest ergibt sich. Starten werde ich in der Klasse Supersport Open der IBPM wie schon 2019.

